Diebstahl von GPS-Geräten
Wer mal einen kleinen Spaziergang über große Parkplätze oder durch kleine Seitenstraßen macht, wird überrascht feststellen: Hinter vielen Windschutzscheiben prangt nicht nur die Halterung für ein mobiles Navigationssystem, sondern es ist oft auch das GPS-Gerät selbst noch eingesteckt. Förmlich eine Einladung zum Diebstahl — und möglicherweise eine kostspielige (“Der große Navi-Guide“, S. 82). Denn neben dem Verlust des Navigationsgerätes sollte man auch an den “Kollateralschaden” denken: Aufbruchschäden wie kaputte Schlösser oder zerschlagene Seitenfenster verursachen erhebliche Kosten.
Ein GPS-Gerät an der Frontscheibe kann wie eine Einladung zum Diebstahl wirken.
Tipp: Ähnlich wie bei einem Mobiltelefon bieten auch manche Navigationssysteme Schutzmechanismen, die vielleicht den Diebstahl nicht verhindern können, aber dem Dieb die Freunde vermiesen. Pocket-PCs haben serienmäßig einen Zugriffsschutz, manche PNAs überprüfen, ob sie nach dem Ausschalten an einer weit entfernten Position wieder eingeschaltet werden und verlangen dann ein Paßwort.
Im Grunde genommen sollte man noch einen Schritt weiter gehen und sogar eine Saugnapfhalterung u. ä. von der Scheibe oder Armaturentafel abnehmen und nicht sichtbar lagern. Eventuell kann man auch allzu deutliche “Kleberinge” an der Windschutzscheibe abwischen, um ja niemanden überhaupt auf den Gedanken zu bringen, daß es hier eventuell lohnende Beute gibt. Es gelten letztlich die seit Jahren gepredigten Regeln für Wertsachen im Auto. Für Spezialisten ist fast jedes Auto “offen” und andere nutzen schlicht rohe Gewalt. Dabei sind natürlich mobile Hightech-Geräte wie Navigationssysteme, Digitalkameras und Mobiltelefone besonders attraktiv.
Auch die Versicherungen finden das gar nicht gut: Eine von der Dekra herausgegebene Pressemitteilung macht auf ein Urteil des Landgerichts Hannover aufmerksam (Az.: 8 S 17/06), daß das Übernachten eines GPS-Empfängers an der Windschutzscheibe grob fahrlässiges Verhalten sei und demnach ohne Versicherungsschutz.
Tipp: Von Gefühl her meint man mit Festeinbauten vor Diebstahl sicher(er) zu sein — doch genau das Gegenteil ist der Fall. Weil die kombinierten Einbaumodule von Luxuskarossen in der Preisregion zwischen 1.000 und 3.000 Euro rangieren, ist der Diebstahl besonders attraktiv.
Update
Unter der Überschrift “Schöne Bescherung” schildert Klaus, wie ihm nachts in der Tiefgarage der Monitor eines Einbausystems gestohlen wurde (VDO Dayton MS 3000 Navigationssystem) — 7 Jahre alt, schwarzweiß und eben nur der Monitor. Vermutlich hat der Dieb angenommen, dieser wäre ein komplettes Mobilgerät. Zum Schaden der kaputten Seitenscheibe kommt die aufwendige Wiederbeschaffung des inzwischen seltenen Einzelteils.
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Genetta.eu » Blog Archive » Navigationsgeräte sind der Renner bei Dieben — 31. August 2008 @ 08.53
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