Asus EEE: Konkurrenz von “One”?
Seit dem großen Erfolg des Einfach-Notebooks Asus EEE 701 hecheln viele Anbieter dem Trend hinterher und kündigen ein Konkurrenzmodell nach dem anderen an. Vom auf der Cebit 2008 vorgestellten erweiterten Modell Asus EEE 900 ist trotz einer Pressekonferenz weit und breit nichts zu sehen. Jetzt ist bei Golem ein längerer Bericht zu einer vom Versender “One” beauftragten Entwicklung zu lesen, die noch vor dem neuen Asus-Modell für 279 Euro verfügbar sein soll (“Mini-Notebook mit Windows XP für 279,- Euro“). Anders ausgestattete Versionen sollen sogar noch preiswerter sein. Laut Golem sollen in den ersten vier Wochen 30.000 Geräte zur Verfügung stehen.
Der angestrebte Preis des “A120″ ist zwar 20 Euro günstiger als beim vergleichbaren Asus EEE 701, aber sonst sollte man genau nachlesen: Das System soll auf einem VIA-Prozessor basieren und über einen Akku mit 4.400 mAh verfügen — eine Akku-Leistung, mit der sich Käufer aktueller Asus-Modelle auch zufrieden geben müssen (“Asus EEE mit kleinerem Akku“). — Ich persönlich ziehe einen Intel-Prozessor in Kombination mit einem Intel-Chipsatz vor. Die Gelegenheit, mit dem Hauptkritikpunkt “Displaygröße” gegenüber dem Vorbild zu punkten, verpaßt man: Es hat ebenfalls nur ein 7-Zoll-Display, wobei nicht die Größe das primäre Problem ist, sondern die mangelnde Bildhöhe von nur 480 Pixel (Probleme mit höheren Dialogboxen).
Der “One A110″ startet mit 199 Euro und soll praktisch schon verfügbar sein… (Quelle: Screenshot der “One”-Homepage)
Sollte bei “One” das Gerät tatsächlich problemlos zur Verfügung stehen, könnte dies für den schlecht lieferbaren Asus eine Konkurrenz für Ungeduldige oder Sparfüchse werden. Die bei kleineren Modellen verbaute 2-GB-”Festplatte” dürfte für Windows allerdings sehr knapp ausfallen. Doch wer sich mit Linux anfreunden kann, kommt in Preisregionen eines PDAs. Man darf gespannt sein…
Tags: Asus EEE, One A110, Subnotebook
2 Comments
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By Oberlehrer, 10. June 2008 @ 14.59
Vielen Dank für den Erfahrungsbericht.
By Jupp25, 6. June 2008 @ 15.18
Interessiert hier vielleicht ein paar Menschen:
Habe das auf Heise.de gemeldete “Angebot” des Mini One gekauft, also ein EEEPC-Klon für 199,- EUR. Via 1 GHz Prozessor, Via VX 800 integrierte Grafik, 7″ Bildschirmchen, 2 GB Solid State Disk, 512 MB Ram, Modem, Netzwerk, integrierter Kartenleser für SDFlash.
Statt des versprochenen Linplus Lite ist ein Ubuntu drauf. Auflösung nur 480×600 möglich. Wlan mit WPA/ WPA2 nicht ans Laufen zu bekommen. Bootet von USB, aber nicht vom Kartenslot. Läuft zäh wie Schmierseife.
Handling und Verarbeitungsqualität noch ok, Schreiben schwierig, Tasten sind halt doch sehr klein. Hab auch reingeguckt (nicht versiegeltes Gehäuse); insgesamt aufgeräumt, wenn auch kein altes Thinkpad. Die gedruckten Flachkabel (v.a. Tastauranschluss) machen einen sehr schlechten Eindruck, mehrmals geknickt, sehr dünn. An Ram und “Festplatte” bin ich nicht rangekommen, sieht so aus, als ob dafür Totalzerlegung nötig wäre, Tastatur, Rahmen und Abdeckblech entfernen reicht nicht. Wollte ich nicht riskieren, s.u.
Kanotix (immer noch mein Lieblings-Linux) läuft! Habe eine normale Installation auf einen 4GB USB-Stick gemacht. Beim Booten grub ändern, d.h. den “root” Eintrag löschen und booten. Startet mit Fehlermeldung, dann nimmt es einen anderen Treiber und geht bis zur Konsole. Mit knxcc und vesa-Treiber geht auch X, beim 2. Start war allerdings die Maus weg, externe USB-Maus geht. Auflösung habe ich nur auf 480×640 hinbekommen, aber auch nicht lange probiert.
PuppyLinux (das m.E. beste “Mini-Linux”) auch in der EEEPC-Version hängt nach dem Booten vom USB-Stick, findet die Kernel-Module nicht. PCLinuxOS MiniMe (“radically simple” – und das stimmt auch, aber mit diesem Teil nicht) läuft nicht unter X. Wie es von CD bootet, weiss ich nicht, mein externes DVD-LW wird nicht als Bootlaufwerk erkannt.
Inzwischen gibt es auf der Brunen.IT Seite Linux-Treiber; nett, dass die für den Kernel sind, mit denen Kanotix rc6c kommt. Habe versucht nach Anleitung die Treiber aus den sourcen zu installieren. netcardconfig sieht das wlan, bietet auch WPA-Einrichtung an, dann nichts mehr.
Der Verkäufer hat inzwischen angekündigt, einen USB-Stick mit funktionierenden Treibern (oder anderem Linux?) zu liefern. Ich hab aber keine Lust mehr und schick das Teil zurück. Der Fairness halber sei gesagt, dass ich einen EEEPC wohl auch nicht behalten hätte, meine Finger sind wohl einfach zu dick für die Zwergtasten, Schreiben macht echt keinen Spaß. Dennoch: Wer ein Linux dermaßen schlampig vorinstalliert, dass selbst erfahrene LXer nichts damit anfangen können, soll seinen Kram bitte behalten.
Fazit: Schreibe dies hier gerade auf einem alten Thinkpad 600x, kostet bei ebäh ähnlich viel, und ist ein Laptop mit immer noch gutem Bildschirm und noch besserer Tastatur und vergleichbarer Leistung. Das andere ist ein Spielzeug. Wer das braucht: ok, aber ob das länger als die Garantiezeit hält, wage ich zu bezweifeln.
Inzwischen gibts das Teil bei Brunen wieder mit 4GB SSD und W*nXP Home für 249,- EUR. Wer’s möchte…
Hope it helps,
- Jupp