Jetzt spioniert Google in Sachen WLAN [Kommentar]

Auf der Unbeliebtheitsskala läßt Google nicht locker: Nicht genug, daß man mit dem Projekt Streetview an der Grenze der Legalität schrappt (oder sie sogar schon überschritten hat), jetzt kommt heraus, daß die Fahrten auch dazu benutzt werden, flächendeckend WLAN-Netze zu erfassen.

Vermutlich sind diese Daten nur als Ortungshilfe für Mobilgeräte gedacht, die nicht über GPS verfügen (und sich dann über erkannte SSIDs und Funkzellen orientieren), doch es liegt in der Natur der Sache, daß so ganz “nebenbei” Profile, Rankings, Scoring etc. erstellt werden können.

Es hat zumindest einen unangenehmen Beigeschmack, so etwas heimlich zu machen und — ertappt — es herunter zu spielen. Vielleicht wäre die Aufregung nur halb so groß, wenn es ein anderes Unternehmen wäre, bei dem das Korrelieren der Daten mit den immensen Datenbanken von Google nicht so weit reichende Folgen vermuten läßt. Und wäre so eine Erfassung nicht heimlich, könnten Betreiber eines WLANs durch Verstecken der SSID klar die Abneigung gegen eine Erfassung zeigen — und ein seriöses Unternehmen würde dies respektieren. Nebenbei ergibt sich auch eine Liste ungeschützter Netzwerke, wenn inzwischen das Sicherheitsbewußtsein diesbezüglich auch gestiegen ist.

Wer zum Surfen im Internet einen WLAN-Router als Access-Point betreibt, sollte generell minimale Sicherheitsvorkehrungen treffen:

  1. Den Standardnamen ändern, der Auskunft über die Hardware gibt — aber auch nicht seinen Namen eintragen sowie das öffentliche Senden der SSID abschalten.
  2. Mindestens WPA-Verschlüsselung aktivieren.
  3. Bei längerer Nichtbenutzung das WLAN deaktivieren, ggf. sogar per Nachtschaltung.

Diese Einstellungen lassen sich i. d. R. bei jedem Router im Konfigurationsmenü vornehmen.

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  1. Was die Google Autos wirklich speichern | provider-stoerung.de — 28. April 2010 @ 09.34

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