Preispoker beim mobilen Internet

Mobilfunktarife muß man immer genau beobachten, was gestern noch günstig war, kann morgen schon teuer sein. Besonders mobiles Internet ist stark in Bewegung und nicht immer ganz ehrlich — fast alle UMTS-”Flatrates” haben eine Volumenbeschränkung, was sie neben technischen Grenzen als Ersatz für DSL weitgehend unattraktiv macht.Mobilfunktarife bei Aldi.

Mobilfunktarife bei Aldi.

So hat sich beispielsweise die Tchibo-”Flatrate” für 19,95 Euro von 10 Gigabyte Transfervolumen auf 5 Gigabyte halbiert (wenn man sie seit Einführung nicht durchgehend gebucht hat). Da wird der Aldi-Tarif interessant, der ebenfalls nach 5 Gigabyte auf “ISDN”-Geschwindigkeit drosselt, aber nur 14,99 Euro kostet. Dazu gibt es diese Woche den UMTS-Stick “S4011″ für 60 Euro ohne SIM-Lock.

Die Tages-”Flatrate” für 2 Euro ist auf 1 Gigabyte Traffic beschränkt, gilt aber anscheinend für 24 Stunden (Kleingedrucktes lesen!) — vorsicht, manche Tagestarife sind auf den Kalendertag beschränkt und enden um Mitternacht! Der von N24 wie sauer Bier beworbene Tarif von 1 Euro pro Stunde(!) ist noch weniger attraktiv (12 h für 3 €, 7 Tage für 10 €; Begrenzung auf 1 GB mit “automatischer Beendung”).

[Update]

Fast vergessen: Auch Fonic will in diesem Markt mitmischen. Dort liegt die Tagesflatrate bei “durchschnittlichen” 2,50 Euro/Tag. Und: Inzwischen wittert auch Bild ein Geschäft und lockt mit Tarifen im Bereich 30 Min. 0,59 €, 90 Min. 0,99 € oder 7 Tage 6,99 €.

Und nicht vergessen, es gibt i. d. R. zwei Haken:
(1) Die Nutzung des  Datentarifs für Voice over IP, Instant Messaging und Peer-to-Peer-Verbindungen ist nicht gestattet bzw. gar nicht möglich.
(2) Ein Tarif über 7 Tage gilt meist für aufeinanderfolgende Tage, oft sogar mit “Datumsgrenze” um Mitternacht.
Wer eine mobile Lösung nicht nur für ein ganz bestimmtes Ereignis braucht, ist mit einer Monatsflatrate oft besser dran.

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2 Comments

  • By Oberlehrer, 12. November 2009 @ 16.46

    Die 5 GB sind für E-Mail und “normales” Internet ausreichend, auch nach der Drosselung. ABER: Wer intensiv Videos und Audio-Streaming nutzt (z. B. Last.fm) hat damit keine Freude. Auch Online-Games und der Download der neuesten Linux- und Knoppix-DVD fallen weitgehend flach.

  • By Brian, 12. November 2009 @ 12.52

    Eigentlich haben alle Anbieter diese Volumenbeschränkung. Nach 5GB auf GPRS zu drosseln ist inzwischen Standard. Das sehe ich auch nicht weiter tragisch. Das ist immernoch ne Menge. Als Ersatz für DSL kann das mobile Internet nur in Ballungsgebieten mit HSPA-Unterstützung fungieren.

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