Piraten, Raubkopien,mp3, Dieter Bohlen
Findet langsam ein Umdenken statt? Während es noch immer Hardliner bei “Rechteverwertern” und uninformierten Berufspolitikern gibt, die Grundrechte opfern wollen um den Profit zu sichern, mehren sich Stimmen, die pragmatischer vorgehen wollen. Staatsanwälte lassen sich nicht mehr vor den Karren der Profitmaximierung spannen, wenn es um Musiktausch auf dem Schulhof geht. Vor immerhin 2 Jahren kommen bei den Download-Portalen erste Zweifel auf, ob die Knebelung eines rechtmäßigen Käufers durch DRM der richtige Weg sei. Die Welt wundert sich als Steve Jobs für Musik ohne DRM plädiert. Inzwischen sind viele MP3s von Fesseln befreit.
Der Tagesspiegel berichtet in “Die gute Tat der Piraten” über die lange Tradition von “Raubkopien” — seit 1897(!) — und zeigt auch ein Umdenken bei den Künstlern: Mit guter Musik Fans um sich scharen und dann mit Konzerten, T-Shirts u. a. Einnahmen erzielen, wo es mit “Raubkopien” keine Probleme gibt. — Und man muß unterscheiden: Urheber und “Rechteverwerter” sind heute immer seltener identisch, und ziehen auch nicht immer am selben Strang (zumindest nicht in die selbe Richtung). Immer öfter wird der Urheber von Musik, Bild oder Text vom Plattenlabel oder Verlag selbst ausgetrickst.
Da wundert man sich (nicht) über den Blog-Eintrag “Dieter Bohlen über Musikkopien im Internet — Vordenker der Piratenpartei” (Letzte Weisheiten), der sich auf ein Interview von Dieter Bohlen bei Johannes B. Kerner bezieht (1.11.2007).
Kerner: Also du würdest sagen: Musik im Netz freigeben?
Bohlen: Ach, klar. Machen doch auch viele schon. Meine Sachen… wenn man da auch die richtigen Plätze geht, dann kann man das auch alles downloaden. (lacht)
Das Interview ist im o. g. Beitrag wiedergegeben und das Video gibt’s bei Youtube (zum Thema Downlaod ab ca. 1.40 min).
