Notizen zum Thema Streetfotografie

Zur Zeit interessiere ich mich besonders für das Thema Streetfotografie, das alltägliche Dinge ins Bild setzt. — Dazu ein paar Notizen:

[Update]

Gerade berichtet Spiegel Online über “Schadensersatz für schlafenden Journalisten“. Dabei verurteilt das Landgericht Frankfurt die FAZ zur Zahlung von 5.000 Euro “Entschädigung”, weil sie am Rande der Buchmesse-Berichterstattung (2008) einen schlafen Journalisten abgebildet hatte. Der Journalist sah sich “verumglimpft”, die Zeitung wollte nur die arbeitsreiche Stimmung wiedergeben. — Ich kann beide Seiten verstehen und kann meineseits dazu nur anmerken: Seriöse Streetfotografie möchte den Alltag wiederspiegeln und dabei niemanden schlecht aussehen lassen (Streetfotografen sind keine Paparazzi). Das Argument “vorher fragen” führt fast unweigerlich zu gestellten und damit (in diesem Zusammenhang) wertlosen Aufnahmen.

Wie immer ist dies eine Sache des Fingerspitzengefühls auf der einen und der Toleranz auf der anderen Seite — wieviele Bücher, Zeitschriften, Kalender usw. auf denen wildfremde Menschen abgebildet sind, wird der o. g. Journalist wohl schon selbst verwendet haben? Bildbände, die das Leben von “früher” zeigen erfreuen sich großer Beliebtheit, doch streng genommen würden viele einer peniblen rechtlichen “Überprüfung” nicht standhalten. Die deutsche Mentalität das alles “rechtlich regeln” zu wollen, macht die Lage weder einfacher noch gerechter… (nur einträglicher “Abmahner”)

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