Rattenfänger “errorsafe” unterwegs

Die Rattenfänger sind natürlich immer unterwegs. Und genau genommen fangen sie nicht Ratten, sondern sind selbst die Ratten… Zur Zeit massiv am Start ist errorsafe.com. Das “Programm” warnt unaufgefordert vor Fehlern in der Registrierdatenbank und im Dateisystem, die erratisches Verhalten, Fröste und Abbrüche verursachen — letzteres ist das richtige Stichwort. Klicken Sie unbedingt [Abbrechen] und schließen Sie den Browser. Mit etwas Glück hat sich dann das Problem (erstmal) erledigt.

VIRUS errorsafe 1

Glauben Sie errorsafe.com kein Wort! Klicken Sie “Abbrechen”.

Wer nur [Abbrechen] klickt und den Browser geöffnet läßt oder in gewohnter Weise das “Info”-Fenster mit [OK] weggeklickt hat, wird mit weiteren Meldungen genervt. Zum Schluß wird sogar explizit auf den beabsichtigten (schädlichen!) Download hingewiesen! Stößt man während einer Google-Suche auf die Website, wird vor der Weiterleitung gewarnt.

VIRUS errorsafe 5

Beim Aufruf der beworbenen Website warnt Google (sofern die Site über Google-Suche gefunden wurde).

“Leider” wurde Oberlehrer nicht infiziert, so daß ich den Praxistest, wie man den unerwünschten “errorsafe” wieder los wird, schuldig bleiben muß. Deshalb seien an dieser Stelle allgemeine Ratschläge wiederholt, die man auch bei anderen Schädlingen anwenden kann:

  • Informationen über Schadprogramme auf der von Google empfohlenen Website StopBadware.org (leider nur auf Englisch).
  • Virusscan mit einem aktuellen Virenscanner wie beispielsweise AntiVir von AVG (auf aktuelle Virensignaturen achten). In einer Arbeitspause ruhig einmal einen Komplettscan durchführen (dabei aber möglichst viel auf Automatik einstellen, weil sonst das Programm u. U. bei einer Nachfrage anhält und auch nach Stunden nur ein Bruchteil überprüft wurde).
  • Scan auf Adware, Spyware usw. mit einem Programm wie AdAware von Lavasoft (auch hier auf aktuelle Datenbank achten).
  • Eine Firewall verhindert heimliche Verbindungen (in Windows integriert oder von Kerio oder ZoneAlarm).
  • Fortgeschrittenen hilft auch HijackThis (siehe auch Error 317).
  • Experten können speziell für Internet-Nutzung ein eingeschränktes Nutzerkonto einrichten oder sogar einen virtuellen PC installieren.
  • Generell skeptisch sein, wenn man a) ungefragt Leistungen angeboten bekommt und man b) nicht versteht, worum es überhaupt geht! Leider tragen manche Medien zur Verunsicherung bei, so daß jede “Hilfe” fast schon in Panik ungeprüft angenommen wird!

 

 

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