Der gläserne Deutsche im ZDF
Kameras bei Lidl, Telefonüberwachung bei der Telekom oder E-Mail-Kontrolle bei der Bahn — und über allem schwebt der Bundestrojaner von Bundesinnenminister Wolfgang S. und nach jedem durchgedrehten Jugendlichem folgt unverholen der Ruf nach Zensur und noch mehr Überwachung. Doch das reicht noch nicht, für läppische Prämien oder minimale Rabatte verkaufen viele Bürger Adressen und detaillierte Konsumdaten.
Die Deutschen sammeln Payback-Punkte, zahlen mit Kreditkarte und bestellen beim Versandhaus. Sie kommunizieren viel und gerne und freuen sich, dass das digitale Zeitalter das Leben in vielerlei Hinsicht leichter macht. Dabei geben sie viele Informationen über sich preis, ohne zu wissen, was mit ihren Daten so alles passiert.
Ulrike Brödermann und Michael Strompen gehen in der ZDF-Dokumentation “Der gläserne Deutsche – Wie wir Bürger ausgespäht werden” am Dienstag, 7. April 2009, 23.30 Uhr, dem Handel mit Daten und Adressen nach, der zu einem Riesengeschäft geworden ist.
Große und renommierte Unternehmen legen Verzeichnisse über nahezu jeden Deutschen an. Wer versucht, gegen dieses Geschäft vorzugehen, stößt auf massiven Widerstand einer mächtigen Lobby. “Die Bürger vertrauen den Datensammlern viel zu stark”, sagt der Datenschutzexperte und langjährige Harvard-Professor Viktor Mayer-Schönberger.
(Dieser Eintrag basiert z. T. auf einer Mitteilung des Anbieters.)
