Neulich bei Adobe… 120 Megabyte sind zuviel!

Das PDF – Portable Document File – ist aus dem Computeralltag kaum wegzudenken: Dokumente, Anleitungen, Tabellen, Grafiken oder Broschüren kann man in einem beliebigen Programm gestalten und trotzdem jedermann leicht zugänglich machen (ohne dafür über die ursprüngliche Software verfügen zu müssen). Doch, oh Graus, wenn etwas gut und ausgereift ist, muß im nächsten Jahr eine noch bessere Version herauskommen… Doch ist die 120 Megabyte wert? Aktuell ist die Version 8. Auch wenn die 8 im asiatischen Raum eine Glückszahl ist, für den Adobe Reader könnte es sich zum Gegenteil verkehren. Normalerweise benutze ich seit einiger Zeit schon den Foxit-Reader, weil in HTML-Seiten eingebettete PDF-Dateien mit dem original Adobe Reader schon immer den Betrieb aufgehalten haben. Doch von einem Kollegen habe ich eine PDF-Datei bekommen, die Adobe Reader 8 Downloadirgendwelche Sonderfunktionen der neuesten Version verwendet, Formulare zum Ausfüllen, Grafiken zur Bearbeitung und so. Also mußte ich mich mit dem Adobe Reader Nummero 8 befassen…

Gekniffen derjenige, der kein Internet hat, übel dran, wer nicht über DSL verfügt. Ein Programm, das nur PDFs anzeigen soll, schlägt mit 33 Megabyte Download zu Buche. Halt, schnell das Häkchen von der zusätzlichen “Adobe Photo Album Starter Edition” entfernt, jetzt sind es nur noch 29 Megabyte! Der Download Adobe Downlaod Manager geht verdächtig schnell — es wird nur ein “kleiner” 500-Kilobyte-Download-Manager heruntergeladen. Der wiederum muß gestartet werden und lädt den Rest herunter.

Doch Vorsicht, wer nicht den StartUpMonitor im Hintergrund laufen hat, dem wird der Download-Manager für weitere Updates, Downloads und anderen Schietkram in der Autostartgruppe installiert. Und so ein blöder Schnellstart gleich hinterher. Von wegen Schnellstart: Durch diesen ganzen Krempel, der auf Vorrat geladen wird, dauert das Hochfahren des Computers bald ‘ne Viertelstunde und aus 1 Gigabyte RAM werden gefühlte 128 Megabyte. Nee, wollen wir nicht.

Die Installationsorgie ist immer noch nicht beendet. Der Assistent meldet “16 von 41 Megabyte kopiert”. Wo die nun schon wieder herkommen..? Die Installation eines Die INstallation zieht sich hin einfachen Anzeigeprogrammes dauert nun schon über 20 Minuten, bald ist es hoffentlich geschafft. Die obligatorischen Icons erscheinen auf dem Desktop, ich kann die wichtige Datei endlich in Augenschein nehmen. Ach ja, die Datei könnte Formulare verwenden oder Grafiken im Team bearbeiten — tut sie aber nicht. Am Ende kleistert das Programm 120 Megabyte im Programm-Ordner voll (und wer weiß, wo noch im System).

Adobe Reader braucht 120 Megabyte

Kein Wunder, daß man alle 2 Jahre einen neuen Computer braucht. Doch jetzt heißt es erstmal Goodbye Adobe Reader 8, außer Spesen nix gewesen, Platte putzen…

Im zweiten Versuch hat der Foxit-Reader die Datei auch angezeigt und dabei ein kleines Plugin nachgeladen. Hier ist die Kopie besser als das Original.

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