Good bye Kiosk

Nachdem Anfang Dezember ein kritischer Artikel zum Zeitschriften-Sterben noch “wegdiskutiert” wurde, veröffentlicht Retromedia nun den “Nekrolog 2008“. Nach dieser Aufstellung wurden 2008 insgesamt 93 Zeitschriften eingestellt, was einen traurigen Rekord darstellt (2007: 86, 2006: 82). Dabei sind nicht nur “Versuchsballons” betroffen, sondern durchaus Titel, an die man sich in Jahrzehnten gewöhnt hatte, z. B. “Revue” nach 62 Jahren. — Prinzipiell sind noch Abweichungen möglich, wenn Titel z. B. nur quartalsweise erscheinen oder als Sonderheft geführt werden.

[Update]

Medienexperte Mitchell Stephens im Interview (Süddeutsche): (…) Zeitungen werden sterben. Wir sollten das aber nicht als Weltuntergang begreifen, sondern als ein Privileg, dass sich dieser Prozess vor unseren Augen abspielt und wir die Möglichkeit haben, genauer hinzusehen und die Mechanismen zu analysieren. Wir Medientheoretiker haben das ja schon seit langem vorausgesagt und uns darüber Sorgen gemacht. (…)

1 Comment

  • By Detlef, 4. January 2009 @ 02.15

    Unter solch einer Überschrift bekommen Sätze wie
    _Wer lesen kann ist klar im Vorteil_ eine ziemlich
    bittere,düstere Zukunft.
    Mir graust bei diesem Gedanken.
    dhe

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