Sicherheit: (Un)heimliches Update.

Es ist unheimlich praktisch, wenn ein ständig verwendetes Programm beim Einschalten des Computers automatisch gestartet wird und gleich voll zur Verfügung steht. Unpraktisch dagegen ist, daß viele Programmautoren ihr Programm für unverzichtbar halten und es ohne Rückfrage in die Autostartfunktion eintragen. Und seit das Internet so große Verbreitung gewonnen hat, werden dabei immer öfter automatische Update-Funktionen installiert oder “statistische” Informationen “nach Hause” übermittelt.

Um diese Sitte zu unterbinden bleibt nur eines: Aufmerksamkeit! Beachten Sie schon bei der Installation genau jedes Hinweisfenster, denn oft gibt es voreingestellte Checkboxen, die den Autostart aktivieren oder die Website des Herstellers zur Startseite im Browser machen.

real update

Der Startup-Monitor wacht über Aktivitäten, hier die (un)heimlichen Updateversuche vom “Real-Player”.

Leider gibt es noch ein anderes Einfallstor für unerwünschte Programme bzw. Updates: die automatische Update-Funktion von Windows. Dort sollte man die Vollautomatik abstellen und sich jede einzelne Installation per Mausklick vorlegen lassen. So wurde im Juli 2006 das “Windows Genuine Advantage Tool” als Update untergejubelt. Dieses prüft, ob vermeintlich eine illegale Windows-Version eingesetzt wird. Allerdings gibt es bes. aus USA zahlreiche Beschwerden über falsche Beschuldigungen und die Prüfung geht natürlich zu Lasten von Traffic und Online-Zeit des Kunden.

Windows Genuine Advantage Tool

Die permanente Prüfung auf eine Original-Version kann auch legalen Benutzern Verdruß bereiten.

Und trotz diverser Ermahnungen, endlich u. a. den Internet Explorer von Windows zu trennen, soll das Update auf Version 7 des IE auch über diesen Weg eingespielt werden (Internet Explorer 7 kommt per automatischem Update, heise, 27.7.2006). Weil der neue Explorer so viel sicherer sei, sei dies ein “Sicherheitsupdate”…

Ist das Kind in den Brunnen gefallen, sei auf hilfreiche Tools verwiesen: Startup Monitor und Startup Control Panel sind zwei nützliche Programme, die bei der Installation solche Aktivitäten überwachen. Der Startup Monitor meldet sich mit einem entsprechenden Hinweis, so daß man den Eintrag ablehnen kann. Das Startup Control Panel durchforstet die Autostart-Einträge von Windows. Wie so oft ist die Funktion auf mehrere Bereiche verteilt, doch das Tool zeigt sie alle übersichtlich an.

StartupCPL

Im Control Panel kann man einstellen, welche Programme automatisch gestartet werden sollen (Bild: mlin.net)

Andere Programme wird man nicht so leicht los. So ändert Error 317 die Startseite des Browsers, nervt mit “hot offers” und läßt sich ohne Tricks nicht löschen.

Neben dem Startup Monitor sollten Sie auch gleich das Startup Control Panel installieren. So kann man nicht nur neue “Infektionen” verhindern, sondern auch bestehende behandeln. Obwohl das Programm lästige Heimlichkeiten aufdeckt, ersetzt es keinen Virescanner, der auf bösartige Software spezialisiert ist.

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